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Was ist Factoring?
Unternehmensfinanzierung durch Forderungsverkauf

Was ist Factoring und was bedeutet Forderungsverkauf?

Viele Unternehmen kennen es: Wenn die Ware geliefert ist, die Rechnung aber mit erheblicher Verspätung oder gar nicht bezahlt wird, tritt bei vielen Unternehmen ein bedrohlicher Liquiditätsengpass auf. Muss es aber gar nicht! Was ist Factoring? Factoring Definition: ist ein innovatives Finanzierungsinstrument, mit dem ein Unternehmen schnell und zuverlässig frische Liquidität generieren kann. Der Clou dabei: Die Liquidität wird aus eignen Werten erzeugt – den offenen Forderungen.

Das Prinzip hinter Factoring ist ganz einfach: Das Unternehmen verkauft fortlaufend seine Forderungen aus Lieferung und Leistung an ein Factoring-Institut und erhält den Gegenwert unmittelbar ausbezahlt. Der Vorteil dabei: Sie sind unabhängig vom gewährten Zahlungsziel, müssen nicht auf den Zahlungseingang Ihrer Kunden warten und sind direkt wieder handlungsfähig. Damit schaffen Unternehmen aus eigenen Mitteln und umsatzkongruent den nötigen finanziellen Spielraum für Investitionen und Wachstum – ganz ohne Bankkredit!

Neben der Finanzierungsfunktion sind beim Full-Service-Factoring auch einige zusätzliche Services inkludiert. Denn der Factoringanbieter, der die Forderungen kauft, übernimmt im Zuge dessen auch das gesamte Debitorenmanagement und bietet einen 100%-igen Schutz vor Forderungsausfall. Mit dieser Sicherheit lässt es sich als UnternehmerIn wesentlich ruhiger schlafen.

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Factoring  – das Wichtigste im Überblick

 

  • Factoring ist ein Finanzierungsinstrument, bei dem Unternehmen offene Forderungen an eine Factoringgesellschaft verkaufen, um Liquidität zu generieren. Deswegen auch der Name „Forderungsverkauf“.
  • Die Hinterlegung von zusätzlichen Sicherheiten ist für Factoring nicht erforderlich. Die Forderung selbst dient als Sicherheit.
  • Es gibt verschiedene Arten von Factoring. Beim Full-Service-Factoring übernimmt der Factor die Forderungsfinanzierung, den Delkredereschutz sowie das Forderungsmanagement.
  • Factoring liegt im Trend. Im Jahr 2022 haben laut Deutschem Factoring Verband bereits über 105.000 Unternehmen in Deutschland Factoring zur Finanzierung eingesetzt. Ein Plus von 33% im Vergleich zum Vorjahr.

Factoring kennenlernen

 

Welche Voraussetzungen für Factoring muss ein Unternehmen erfüllen?

Die offenen Forderungen können aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen resultieren. Wichtig ist nur, dass

  • die Leistung vollumfänglich erbracht und abgeschlossen ist.
  • Sie mit gewerblichen Kunden arbeiten (B2B).
  • der Jahresumsatz >300.000 Euro beträgt.

Achtung: Factoring ist ein Finanzierungsinstrument für Unternehmen mit B2B-Geschäft und wiederkehrenden Kunden. Für die Finanzierung von Projektgeschäft, Rechnungen nach VOB, Rechnungen gegen Privatkunden (B2C) und Einzelforderungen ist Factoring hingegen nicht geeignet.

Sind alle Voraussetzungen für Factoring erfüllt, kauft die A.B.S. Global Factoring AG die Forderungen an und zahlt 90 Prozent des Forderungswertes innerhalb von 24 Stunden aus. Die verbliebenen 10 Prozent dienen als Sicherheit und werden unmittelbar ausbezahlt, sobald die Kunden (Debitoren) die offene Forderungen beglichen haben.

* Pflichtangaben
ABS Global Factoring ABS Global Factoring contact icon

A.B.S. Global Factoring AG
Mainzer Straße 97
DE-65189 Wiesbaden

info@abs-ag.com

1. Was ist Factoring – Definition

Factoring ist der fortlaufende Verkauf von Geldforderungen an eine Factoringgesellschaft. Gegenstand von Factoring sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Kunden, die sogenannten Abnehmer oder Debitoren. Deshalb spricht man auch von einer Vorfinanzierung bzw. einer Bevorschussung der Forderung.

Der Verkäufer der Forderungen schließt beim Factoring mit dem Factor einen Vertrag ab, der aufgrund seiner mehrjährigen Laufzeit die Working Capital Finanzierung des Unternehmens sichert. Der Vertrag regelt den Verkauf aller Forderungen eines Unternehmens oder speziell beim Ausschnittsfactoring den Verkauf von Forderungen gegen definierte Abnehmergruppen.

Erklärvideo – Was ist Factoring?

Worum es beim Factoring geht, wie einfach es funktioniert und welche Vorteile es hat – das erklärt in weniger als 150 Sekunden das Erklärvideo von A.B.S. Global Factoring. Jetzt anschauen und mehr darüber erfahren, warum es sich für Sie lohnt, Ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verkaufen.

Video, das die Funktionsweise von Factoring erklärt

2. Wie läuft Factoring und der Forderungsverkauf genau ab?

Das Factoring-Angebot von A.B.S. Global Factoring richtet sich an mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz größer 300.000 Euro. Auch für wachstumsintensive Unternehmen, wie Start-ups oder Unternehmen in der Restrukturierung haben wir besondere Angebote. Doch wie geht der Prozess?

So läuft der Forderungsverkauf beim Factoring ab:

  1. Sie erklären uns Ihr Geschäftsmodell und erhalten von uns eine individuelle Finanzierungsberatung sowie ein auf Ihr Unternehmen zugeschnittenes Angebot.
  2. Wir prüfen die Bonität Ihrer Debitoren und zeichnen auf diese entsprechende Finanzierungslimite.
  3. Wir schließen mit Ihnen einen Factoring-Vertrag ab, erstellen Schnittstellen zur Datenübertragung und informieren die Debitoren über die zukünftige Factoring-Zusammenarbeit.
  4. Wir übernehmen den aktuellen OP-Bestand und zahlen den entsprechenden Forderungswert an Sie aus.
  5. In der Folge kaufen wir gemäß Factoring-Vertrag laufend Ihre Forderungen an und zahlen die Forderungsbeträge aus.

3. Wann ist Factoring sinnvoll?

Wenn sich Ihre Kunden mit der Bezahlung Ihrer Forderungen Zeit lassen – sei es aus Gründen des Wettbewerbs oder durch bewusste Verzögerung-, dann ist Factoring ein effizientes und etabliertes Finanzierungsinstrument, mit dem sie den Gegenwert Ihrer Forderungen früher erhalten und somit diese Mittel direkt wieder in neue Investitionen oder Ausgaben für Waren oder Personal einsetzen können. Der Cash Conversion Cycle verkürzt sich also signifikant – und das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für unternehmerisches Wachstum.

Kurz gesagt: Wenn Sie Ihren Kunden lange Zahlungsziele gewähren oder gewähren müssen, dann ist Factoring sinnvoll.

 

Machen Sie selbst den Test, ob Factoring für Ihr Unternehmen sinnvoll ist.

Factoring eignet sich für:

  • Unternehmen mit starkem Wachstum.
  • junge Unternehmen.
  • Unternehmen in einer Krise.
  • Unternehmen, die vor einer Nachfolge stehen.
  • Unternehmen, die ihre Bertiebsmittelkredite bereits voll ausgeschöpft haben.
  • Unternehmen, die keine Sicherheiten für Kredite nachweisen können.

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4. Wie funktioniert Factoring?

Sehen Sie hier die Funktionsweise von Factoring – das sogenannte Factoring-Dreieck:

 

Ablaufschema So funktioniert Factoring

  1. Warenlieferung / Dienstleistung

Ein Unternehmen (=Factoring-Kunde) erbringt eine Warenlieferung oder Dienstleistung gegenüber seinem Abnehmer (=Debitor). Daraus resultiert eine Forderung. Die Leistung muss vollumfänglich erbracht sein.

2. Forderungsverkauf / Rechnungsübermittlung

Der Factoring-Kunde übermittelt A.B.S. seine Rechnungsdaten und verkauft seine Forderung an die A.B.S. Die A.B.S. übernimmt dabei die Rechte an den Forderungen.

3. Bevorschussung der Forderung

Die A.B.S. begleicht den offenen Forderungsbetrag. Dabei werden 90% des Rechnungsbetrages sofort ausbezahlt. Der verbleibende Betrag wird abzüglich etwaiger Skonti, Rabatte, Gutschriften oder Retouren nach vollständigem Zahlungseingang durch den Debitor überwiesen.

4. Zahlung der Forderung

Nach Ablauf des vereinbarten Zahlungsziels begleicht der Debitor die Rechnung bei A.B.S.

Mit Factoring starten

5. Vorteile von Factoring

Factoring hat viele Vorteile. Der wohl wichtigste Vorteil ist, dass der Liquiditätszufluss aus den bereits geschaffenen Werten – Ihren offenen Forderungen – innerhalb kürzester Zeit erfolgt. So lassen sich Geldeingänge zuverlässiger planen.

Darüberhinaus hat Factoring noch folgende Vorteile:

Mehr Service für Ihre Kunden durch längere Zahlungsziele

Auch für Ihre Kunden bietet Factoring viele Vorteile. Sie können sich vom Wettbewerb abheben und längere Zahlungsziele anbieten, ohne dabei die eigene Liquidität einzuschränken. Denn Sie erhalten Ihr Geld mittels Factoring unmittelbar nach der Rechnungsstellung überwiesen.

Sicherheit bei Zahlungsausfällen

Auch wenn die Zahlung einmal ausfällt, sind Sie durch unseren Versicherungsschutz zu 100% gegen Forderungsausfall abgesichert. Das bedeutet konkret: kein Zahlungsrisiko für Sie. Der Rechnungsbetrag wird in jedem Fall ausbezahlt.

Mehr Working Capital zur Skalierung

Ihr Wachstum ist nicht länger von Ihrer Liquidität abhängig. Sie können endlich langfristig planen.

Entlastung für Buchhaltung und Administration

Wir übernehmen das Debitorenmanagement und das Mahnwesen bis hin zum Inkasso, sollte ein Kunde seiner Zahlungsaufforderung nicht nachkommen. Sie können sich durch die freiwerdenden Ressourcen mehr auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren und entlasten Ihre Buchhaltung.

 

Wettbewerbsvorteil ggü. Ihrer Konkurrenz

Da Sie Ihren Debitoren längere Zahlungsfristen gewähren können, bieten Ihre Angebote einen entscheidenden Mehrwert.

Bessere Bilanzstruktur & besseres Rating

Factoring verbessert Ihre Bilanzkennzahle und stärkt somit Ihr Bankenrating. Das wirkt sich positiv auf Bonitätsprüfungen, Kreditanträge oder bei der Suche nach Kapitalgebern aus.

 

6. Ein Factoring-Beispiel

Ein Unternehmen für elektronische Bauteile liefert am 15. März Waren im Wert von 10.000 Euro an einen Kunden und stellt dafür eine Rechnung aus. Das Unternehmen räumt dem Kunden ein Zahlungsziel von 90 Tagen ein. Da es jedoch schneller an das Geld gelangen möchte, um damit neue Waren einzukaufen, tritt es die Rechnung an einen Factoring-Dienstleister ab. Dieser überweist dem Unternehmen 90 Prozent des geforderten Rechnungsbetrages, also 9.000 Euro binnen 24 Stunden.

Sollte der Kunde die Rechnung nicht fristgerecht innerhalb der vereinbarten 90 Tage zahlen, obliegt es dem Factor, in Abstimmung mit dem Unternehmen das Mahnverfahren mit allen weiteren erforderlichen Schritten einzuleiten. Anbieter wie A.B.S. Global Factoring übernehmen im Rahmen ihrer Full-Service-Leistungen auch das Ausfallrisiko, falls der Abnehmer die Forderung nicht zahlt.

Sobald der Schuldner die Forderung beglichen hat, werden dem Hersteller der elektronischen Bauteile die verbleibenden 10 Prozent (1.000 Euro) des Rechnungsbetrages – abzüglich möglicher Verrechnungen – ausgezahlt. So gelangt das Unternehmen nach dem Verkauf seiner Forderung nicht nur frei von jeglicher Besorgnis zu sofortiger Liquidität. Es muss sich auch keinerlei Gedanken mehr über die Bonität und die Zahlungsmoral seines Abnehmers machen.

Diese Firmen nutzen Factoring

7. Was kostet Factoring?

Was genau Sie für A.B.S. Factoring bezahlen müssen, hängt von Ihrem individuellen Finanzierungsumfang ab. Hier spielen Kennzahlen wie Ihr Jahresumsatz, das durchschnittliche Zahlungsziel sowie die Anzahl der Debitoren und jeweiligen Rechnungen eine Rolle. Dazu eine Beispielrechnung:

Unser Kunde – ein Handelsunternehmen – erwirtschaftet einen Umsatz von 12 Millionen Euro im Jahr. Branchenüblich sind Zahlungsziele von durchschnittlich 45 Tagen, während Lieferanten bereits nach 30 Tagen bezahlt werden müssen. Um die Liquidität zu verbessern, wurde den größten Kunden, die ein Umsatzvolumen von 40 % ausmachen, Skonto in Höhe von 2 % gewährt. Skonti, die von Lieferanten bei vorzeitiger Zahlung angeboten werden, können bislang nicht genutzt werden, da die Liquidität aufgrund der Vorfinanzierung der Forderungen gebunden ist.

Direkte Einsparpotenziale von Factoring

Setzt das Handelsunternehmen Factoring ein, verbessert sich die Liquidität mit dem Erstankauf bei einer Bevorschussung von 90 % um 1,35 Millionen Euro. Damit können Lieferantenrechnungen auch unter Ausnutzung von Skonto bezahlt werden. Unterstellt man, dass bei einem jährlichen Wareneinsatz von 8.500.000 Euro bei einem Anteil von 20 % der Lieferanten 3 % Skonto genutzt werden kann, ergibt sich allein daraus eine Einsparung von 51.000 Euro. Da durch den Einsatz von Factoring auf der Kundenseite keine Skonti mehr eingeräumt werden, spart das Unternehmen weitere 96.000 Euro ein. Dank des Liquiditätszuflusses kann auch die Inanspruchnahme von Bankkrediten um 500.000 Euro reduziert werden, somit reduziert sich der Zinsaufwand bei einem Zinssatz von 5,5 % p.a. um 27.500 Euro. Die Einsparungen liegen somit insgesamt bei 174.500 Euro.

Bei einer angenommenen Factoringgebühr von 0,75 % und einem Zinssatz von 3,75 % p.a. entstehen Kosten in Höhe von 140.625 Euro. Neben der Verbesserung der Rentabilität um 33.875 Euro in unserem Beispiel sind weitere Nutzen zu berücksichtigen:

  • 100%-iger Ausfallschutz ohne Kosten für eine separate Warenkreditversicherung
  • Schonung von personellen Ressourcen in der Buchhaltung durch Übernahme der Debitorenbuchhaltung
  • Keinerlei Rückstellungen für mögliche Ausfälle
  • Einsparung der Kosten für das Mahnwesen sowie das Eintreiben von Forderungen
  • Und nicht zu vergessen:
    Verbesserung der Eigenkapitalquote, die sich positiv auf das Bankenrating niederschlägt.

Und wie stellt sich der Einsatz von Factoring im Überblick in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung unseres Handelsunternehmens dar? Unsere Tabelle zeigt es:

Bilanz ohne Factoring

Aktiva TEUR Passiva TEUR
AV 100 Kapital 750
Warenlager 2.500 Bank 2.150
Forderungen 1.500 Lieferanten 1.200
Bilanzsumme 4.100 4.100

Bilanz mit Factoring

Aktiva TEUR Passiva TEUR
AV 100 Kapital 750
Warenlager 2.500 Bank 1.650
Forderungen 150 Lieferanten 350
Bilanzsumme 2.750 2.750

GuV-Vergleich mit und ohne Factoring

Ergebnis v.St. 285.750 319.625
GuV ohne Factoring GuV mit Factoring
Umsatz 12.000.000 12.000.000
Skonti -96.000
Gesamtleistung 11.904.000 12.000.000
Wareneinsatz -8.500.000 -8.449.000
Rohertrag 3.404.000 3.551.000
Zinsaufwendungen -118.250 -141.375
Factoringgebühr -90.000
Sonstige Kosten -3.000.000 -3.000.000

 

zum Factoring-Rechner

8. Arten von Factoring

Auf dem Factoring-Markt werden eine Vielzahl unterschiedlicher Arten von Factoring angeboten. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, eine an ihre individuellen Bedürfnisse angepasste Factoring-Variante zu wählen.

Die Wahl der geeigneten Factoring-Art sollte sich dabei nach dem Zahlungsverhalten der Debitoren, dem Liquiditätsbedarf und der Kundenstruktur richten.

Je nach Factoring-Art können die Kosten und Leistungen variieren.

Auf dem deutschen Factoring-Markt werden folgende gängige Factoring-Varianten angeboten:

9. Wer darf Factoring betreiben?

Seit dem 25. Dezember 2008 unterliegen Finanzdienstleistungsinstitute wie Factoring-Anbieter dem Kreditwesengesetz (KWG) und anderen Gesetzen wie beispielsweise dem Geldwäschegesetz (GwG). Factoring darf somit nur mit Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) betrieben werden. Die laufende Überwachung erfolgt durch die Deutsche Bundesbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Für Factoring-Anbieter gelten daher wie für sonstige Bankgeschäfte strenge Regulierungsvorschriften.

10. Der Unterschied zwischen Inkasso und Factoring

Factoring ist nicht zu verwechseln mit Inkasso. Während ein Factoringunternehmen das Forderungsmanagement als Ganzes übernimmt, inklusive Mahnwesen und Inkasso, wird ein Inkassounternehmen üblicherweise erst dann tätig, wenn es bei einzelnen Forderungen bereits zu einem Zahlungsverzug gekommen ist.

Im Grunde genommen haben Inkasso und Factoring zwar ein identisches Ziel: Die Liquidität eines Unternehmens zu bewahren. Im Detail unterscheiden sich die Aufgaben eines Inkassounternehmens von der Arbeit eines Factoringanbieters jedoch wesentlich:

  • Die Rechte an der Forderung gehen beim Factoring an den Factor über; beim Inkasso verbleiben sie – und damit das Ausfallrisiko –  beim beauftragenden Unternehmen.
  • Factoring übernimmt das Forderungsmanagement zu einem viel früheren Zeitpunkt: dann, wenn die Rechnung gestellt wird. Inkasso greift erst, wenn die Rechnung bereits in Verzug ist.

Wer auf Factoring setzt, spart sich den Aufwand und die Kosten für ein Inkassoverfahren.

 

11. Der Unterschied zwischen Forfaitierung und Factoring

Factoring und Forfaitierung sind verwandte Begriffe. Denn auch bei der Forfaitierung handelt es sich um einen Forderungsverkauf. Es gibt jedoch drei maßgebliche Unterschiede zwischen Factoring und Forfaitierung:

  • Der erste Unterschied zwischen Factoring und Forfaitierung besteht darin, dass Forfaitierung meistens bei sehr kapitalintensiven Transaktionen zum Einsatz kommt. Factoring wird dagegen in der Regel für Kapitalbeträge mittlerer Größe genutzt – also in Größenordnungen, die eher für den Mittelstand typisch sind.
  • Eine Forfaitierung wird in der Regel bei großen Einzelforderungen angewandt. Factoring bezieht sich dagegen meist auf eine größere Anzahl von Forderungen bzw. beim Ausschnitts-Factoring auf ausgewählte Forderungen.
  • Zudem bezieht sich Factoring meist auf bereits erbrachte Leistungen bzw. Lieferungen während Forfaitierung bei zukünftigen Leistungen zum Einsatz kommt.

12. Der Unterschied zwischen Zession und Factoring

Zession und Factoring sind eng miteinander verwandte Finanzierungsinstrumente. Dennoch gibt es entscheidende Unterschiede:

  • Der primäre Unterschied zwischen einer Zession und dem Factoring besteht darin, dass es sich bei der Zession nicht um einen Forderungsverkauf, sondern lediglich umdie Abtretung der Forderung zur Besicherung von Krediten handelt.
  • Bei einer Zession wird die Forderung an einen Gläubiger – beispielsweise eine Bank – abgetreten. Im Gegenzug räumt das Geldinstitut dem Unternehmen eine Kreditlinie ein, die es ihm erlaubt, seine Verbindlichkeiten zu begleichen. Da die Bank auf die Bewertung der Zession als Kreditsicherheit deutliche Sicherheitsabschläge vornimmt, ist der Zugewinn an Liquidität sehr viel geringer als beim Forderungsverkauf durch Factoring. Auch die Bilanz erfährt durch die Abtretung per Zession keine Entlastung.

Factoring Angebot erhalten

Fazit: Factoring wird auch im Mittelstand immer beliebter

Die Branchenzahlen 2022 des Deutschen Factoring-Verbands belegen es eindrucksvoll: Factoring erfreut sich immer größerer Beliebtheit. War Factoring früher der Großindustrie vorbehalten, so hat sich dieses Finanzierungsinstrument inzwischen auch fest im Mittelstand etabliert. Insbesondere im Full-Service-Factoring zeigen die Trends steil nach oben. 2022 nutzten mehr als 105.000 Unternehmen diese Finanzierungsform – ein Wachstum von 33% gegenüber dem Vorjahr. Viele mittelständische Unternehmen holen daher heutzutage ein Factoring-Angebot ein, wenn sie ihre Unternehmensfinanzierung neu denken wollen.

Gerade in der derzeitigen Situation, in der sich die großen Banken zunehmend aus der Mittelstandsfinanzierung verabschieden, sind sichere und berechenbare Finanzierungsbausteine Gold wert. Und sollte der Umsatz mal geringer sein als erwartet, wird die GuV nicht noch durch Kosten belastet. Eine Bereitstellungsprovision gibt es beim Factoring nicht. Und weil Sie sich beim Factoring kein Geld leihen, müssen Sie auch keines zurückzahlen.

Factoring ist heutzutage in bereits mehr als 30 Branchen eine täglich genutzte Form der Unternehmensfinanzierung. Insbesondere der Handel- und die Handelsvermittlung, die Metallverarbeitung, das Ernährungsgewerbe, die Herstellung von Maschinenerzeugnissen, das Gewerbe rund um den Maschinenbau, das verarbeitende Gewerbe, die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, der Fahrzeugbau, Elektronik/elektronische Bauelemente sowie die Papier-, Verlags- und Druckgewerbe sind typische Factoring-Kunden.

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