FAQ

Anschlusskunde
Verkäufer der Forderungen; direkter Kunde des Factoring-Instituts.

Ausfallschutz
Schutz vor Risiko des teilweisen oder vollständigen Forderungsverlustes wegen der Zahlungsunfähigkeit eines Abnehmers (Debitors). Der Factor übernimmt den Ausfallschutz bis zu 100% regresslos. Delkredere
Außenstände
Unbezahlte Rechnungen, die die Liquidität belasten; betriebswirtschaftlich gesehen totes Kapital, das sich mit Hilfe von Factoring problemlos aktivieren lässt. Liquidität

Basel II
Nach den sogenannten Baseler Empfehlungen (Basel II) sind Banken dazu angehalten, in Zukunft das Risiko jedes einzelnen Kreditengagements für die Bestimmung des Eigenkapitals zu Grunde zu legen. Dies wird dazu führen, dass Kreditvergaben an mittelständische Unternehmen teurer werden als bisher.

Basel III
Nach der Einführung von Basel I im Jahr 1988 sowie der deutlichen Überarbeitung von Basel II, die 2007 eingeführt wurde, ergeben sich ab 2013 materielle Änderungen, die unter Basel III firmieren. Basel III umfasst Empfehlungen zur Stabilisierung der Finanzwelt. Von den Banken wird mitunter die Erhöhung der Mindesteigenkapitalanforderungen und die Einführung von Kapitalpuffern gefordert.

Beleihungsquote
Anteil des Geldbetrags an der Höhe der Forderungen, den der Anschlusskunde ausgezahlt bekommt bzw. die Höhe des Zessionskredits.

Bonität
Kreditwürdigkeit von Geschäftspartnern, die oft anhand eines Ratings ausgedrückt wird; die laufende Bonitätsprüfung der Debitoren gehört zum Service des Factors. Sie ist mitentscheidend für die Höhe der Factoringgebühr.
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Die BaFin ist die für die Bundesaufsicht über Finanzdienstleistungsunternehmen, darunter auch die Factoring und Leasingunternehmen, zuständige Aufsichtsbehörde. Seit dem 25.12.2008 ist Factoring als erlaubnis- und aufsichtspflichtige Finanzdienstleistung im Kreditwesengesetz definiert und näher geregelt (vgl. §1 1a S.2 Nr. 9 KWG).

Debitorenbuchhaltung
Kundenbuchhaltung: Überwachung und Buchung der Zahlungseingänge werden im Rahmen des Factoringvertrages vom Factor übernommen.

Delkredere
Wertberichtigung für voraussichtliche Forderungsausfälle die seitens des Factors erfolgen.

Delkredereschutz
Haftung des Factors für teilweisen oder vollständigen Forderungsverlust durch Zahlungsunfähigkeit des Abnehmers. Die Zahlungsunfähigkeit gilt nach einer festgelegten Frist ohne besonderen Nachweis als eingetreten, wenn der Abnehmer nicht gezahlt und keine Einwände gegen seine Zahlungspflicht erhoben hatte.

Export-, Importfactoring
Factoring für grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsgeschäfte, bei denen Unternehmen (Exporteure, Importeure) die Leistungen eines Factors in Deutschland in Anspruch nehmen. Die Factoringanbieter wickeln Factoring entweder direkt oder unter Einschaltung eines Korrespondenzpartners in den jeweiligen Exportländern ab. Internationales Factoring

Factoring
Unter Factoring versteht man den fortlaufenden Kauf von Forderungen aus abgeschlossenen Warenlieferungen und Dienstleistungen. Factoring dient der kurzfristigen Umsatzfinanzierung und dem hundertprozentigen Schutz vor Forderungsausfällen; zum Factoring gehört ein effizientes Forderungsmanagement.

Factoringgebühr
Preis für die Übernahme des Ausfallrisikos und des Forderungsmanagements durch den Factor. Sie richtet sich nach Risiko und Arbeitsaufwand und liegt in Deutschland zwischen 0,5% und 2,5% vom angekauften Forderungsbestand (Bruttoumsatz).

Factor, Factoring-Institut
Anbieter der komplexen Finanzdienstleistung Factoring, zu der neben kurzfristiger Umsatzfinanzierung auch hundertprozentige Absicherung vor Forderungsausfällen und Übernahme des Forderungsmanagements gehören. Factors bieten ihren Kunden neben dem Standardfactoring, auch Full-Service-Factoring genannt, vielfältige Factoringvarianten an, die sich nach dem Bedarf der Kunden richten.

Forderungen
Außenstände aus Warenlieferungen und Dienstleistungen; ohne die Nutzung von Factoring sind sie für den Lieferanten bis zur endgültigen Bezahlung mit einem Ausfallrisiko verbunden. Durch Verkauf seiner Forderungen an den Factor erhält der Lieferant sofort Liquidität. Nutzen des Factoring

Forderungsmanagement
Dazu gehören Debitorenbuchhaltung, regelmäßige Bonitätsprüfung, Mahnwesen und Inkasso. Für das Unternehmen ist das Forderungsmanagement häufig mit erheblichem Zeit- und Personalaufwand verbunden; die Übernahme des Forderungsmanagements gehört zum Serviceangebot des Factors. Outsourcing

Forderungsumsatz
Umsatzgröße bei Factoringinstituten.

Internationales Factoring
Factoring für grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsgeschäfte wird je nach Sitz des Factorkunden als Export- oder Importfactoring bezeichnet. Das Factoringgeschäft wird entweder auf direktem Wege oder unter Einschaltung eines Korrespondenzpartners in den jeweiligen Ländern abgewickelt. Export-, Importfactoring.

Kosten des Factoring
Die Kosten des Factoring setzen sich aus den Zinsen für die Finanzierung der Forderungen und der Factoringgebühr zusammen. Die Zinsen entsprechen den banküblichen Kontokorrentzinsen, die analog auch für die Inanspruchnahme des Zessionskredits anfallen. Die Laufzeit wird anhand des Zahlungseinganges der ausstehenden Forderungen berechnet. Fallweise kann für die Bonitätsprüfung ein weiterer Kostenfaktor hinzukommen. Nutzen des Factoring

Liquidität
Wird vom Factor bereitgestellt; betriebswirtschaftliche Grundbedingung für soliden geschäftlichen Erfolg, häufig durch hohe Außenstände gefährdet.

Mahnwesen
Teil des Forderungsmanagements, das bei den meisten Factoringvarianten auf den Factor übertragen wird.

Neue Insolvenzordnung
Am 1.1.1999 ist die neue Insolvenzordnung in Deutschland in Kraft getreten. Sie schränkt die Sicherungsrechte von Banken und Sparkassen für eingeräumte Kredite weiter ein. Wegen der Besonderheiten des Factoringgeschäftes ist die Forderungsfinanzierung durch Factoringinstitute von der neuen Insolvenzordnung nicht betroffen.

Nutzen des Factoring
Verbesserte Liquidität durch Abbau der Außenstände, Einsparungen beim Einkauf durch Skonti und Rabatte, bis zu hundertprozentige Sicherheit vor Zahlungsausfällen, laufende Bonitätskontrolle der Debitoren, Wegfall der Kosten für eine Warenkreditversicherung, zusätzlich Verbesserung der Bilanzstruktur, Verbesserung des Standings bei Banken und Lieferanten.

OECD
Organization for Economic Cooperation and Development (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Mitgliedsstaaten sind wichtige Industrieländer, die sich u. a. die Förderung und Ausweitung des Welthandels zum Ziel gesetzt haben.

Offenes Factoring
In Deutschland vorherrschende Form des Factoring, bei der die Debitoren über die Abtretung der Forderungen an den Factor informiert werden.

Ottawa-Konvention
Ende 1998 ist die Ottawa-Konvention über internationales Factoring in Deutschland in Kraft getreten. Sie geht mit ihrem Regelungsinhalt weit über das Factoringgeschäft hinaus, da sie die Abtretung von Forderungen im grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr generell vereinheitlicht und vereinfacht und dadurch die Finanzierung des Exports erleichtert.

Outsourcing
Auslagerung einzelner Betriebsfunktionen, Rationalisierungseffekt, Inanspruchnahme spezialisierter Dienstleister; Factoring ermöglicht das Outsourcing des kosten- und personalintensiven Forderungsmanagements.

Rabatte
Bringen Kostenersparnis beim Einkauf, lassen sich in der Regel durch Barzahlung erzielen. Vorteilhafte Einkaufskonditionen sind ohne ausreichende Liquidität kaum möglich.
Nutzen des Factoring

Rating
Beurteilung bzw. Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Unternehmens.

Risikoübernahme
Wichtige Leistung im Rahmen des Factoring; der Factor übernimmt im Gegensatz zur Warenkreditversicherung das Risiko bis zu 100%-Prozent regresslos, er trägt also das volle Ausfallrisiko bei Insolvenz des Abnehmers ohne speziellen Nachweis (angenommener Delkrederefall). Delkredere

Sicherheitseinbehalt
Sperrguthaben, das dem Factor zum Ausgleich von Rabatten, Skonti oder eventuellen Mängeleinreden durch Debitoren zur Verfügung steht; dies beträgt durchschnittlich 10% der gekauften Forderung und wird bei Zahlung durch den Debitor verrechnet bzw. ausbezahlt. Die Auszahlung und Verrechnung erfolgt ebenso im Fall eines Delkrederes. Zahlungen des Factors.

Warenkreditlimit
Dem jeweiligen Kunden (Abnehmer) auf Grund seiner Kreditwürdigkeit eingeräumter Höchstkredit für die Gewährung eines Warenkredits.

Warenkreditversicherung
Dient dazu, sich vor Ausfallrisiken zu schützen. Im Unterschied zum Factor übernimmt die Versicherung das Risiko nicht zu 100%, sondern nur zu 70 bis 85%. Prämien für eine Warenkreditversicherung können bei der Zusammenarbeit mit einem Factor eingespart werden.

Zahlungen des Factors
Der Factor zahlt unmittelbar nach Vorlage der Rechnungskopien bis zu 90% des Rechnungsbetrags aus; die Restsumme dient als Sperrguthaben und wird nach Fälligkeit unter Berücksichtigung von Skonti, Rabatten oder Retouren überwiesen.

Zessionskredit
Forderungsgestützter Bankkredit, der mit dem Verkauf von Forderungen als Finanzierungsmittel vergleichbar ist.

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