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Die Interviewreihe im A.B.S. Blog:
Markus Wolf trifft ... Eckhard Köhn: Der Mehrwert studentischer Aushilfen in der Corona-Krise

Krisensituationen erfordern hohe Flexibilität. Gerade auch auf dem Arbeitsmarkt. Der Einsatz studentischer Aushilfen ist eine Maßnahme, die benötigte Flexibilität zu schaffen. Doch wie können Unternehmen ihre Personalplanung trotz der vielen Unsicherheiten, die das Virus mit sich bringt, umsetzen? Und wie können Studierende und Young Professionals dabei helfen, Auftragsspitzen und unerwartete Projekte zu meistern? Markus Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung bei A.B.S. Global Factoring AG, sucht im Gespräch mit Eckhard Köhn, CEO von Studitemps, Antworten auf diese Fragen. Lesen Sie hier, welche Tipps der Experte in Sachen Workforce as a Service mit jungen Talenten geben konnte.

Studentische Aushilfskräfte: Entwicklung in 2020

Markus Wolf: Wie haben Sie das Jahr 2020 erlebt? Vor welchen Herausforderungen standen Studierende und auch Studitemps? 

Eckhard Köhn: Die Corona-Krise hat gesamtwirtschaftlich Spuren hinterlassen. Studierende traf es besonders hart mit Blick auf ihre Finanzen. Restaurants, Bars und Cafés wurden geschlossen, ebenso die meisten Geschäfte im Einzelhandel – alles klassische Bereiche für Studentenjobs. Dazu kommen noch krisenbedingte Einsparungen bei zahlreichen Unternehmen. Das zeigt auch unsere neueste Studie zur Situation von Studierenden in Corona: Im Sommersemester 2020 ist die studentische Erwerbstätigkeit um rund 16 % gegenüber dem Sommersemester 2019 gesunken (um 9,9 %-Punkte, von 63,1 % mit Nebenjob zu 53,2 %). Dieser Trend hat sich seitdem vermutlich nochmals zugespitzt. Während jedoch der Spaß- und Unterhaltungssektor sichtlich wegbrach, dominierten an anderer Stelle insbesondere Jobs des systemrelevanten Bereichs. Dazu zählen z. B. Warenverräumer und Kassierer in Supermärkten, aber auch Logistiker und Auslieferungsfahrer im Transportbereich. Zeitweise haben wir durch dieses Auf und Ab verschiedener Bereiche täglich 50.000 Einsatzstunden neu besetzt und mussten gleichzeitig 20.000 Stunden stornieren. Wir sind digital extrem gut aufgestellt, daher konnten wir sehr flexibel reagieren, schnell Bereiche finden, die Studierende benötigen, und ebenso rasch in die Planung und Durchführung der Einsätze gehen. Selbst im Coronajahr 2020 konnten wir so bis zu 10.000 Studierenden pro Monat einen Job verschaffen.“

Markus Wolf: Inwiefern können Studierende denn Stammpersonal überhaupt ersetzen und welche Rolle spielen sie in der Bewältigung der Krise? 

Eckhard Köhn: Im Vergleich zum Stammpersonal sind studentische Aushilfskräfte zeitlich flexibler, digital natives und wahre Alleskönner. Sie arbeiten sich schnell in Prozesse und Aufgaben ein und können daher gerade jetzt da eingesetzt werden, wo es an Personal mangelt. Ich würde an dieser Stelle aber viel mehr von „vertreten” denn von „ersetzen” sprechen. Denn Fakt ist – und das sehen wir ja auch an den Vorlieben unserer Studis – möchte beispielsweise die Studentin, die vor der Krise als Barkeeperin gearbeitet hat, diesen Job, sobald möglich, auch wieder ausüben. Jobs in der Gastro- und Eventszene sind beliebt und sobald diese Bereiche wieder hochgefahren werden, möchten viele Studierende auch wieder dahin zurück. Genauso gibt es aber auch einige Studierende, die nun viele neue Bereiche kennenlernen und sich dafür begeistern konnten. Clever ist, wer mit diesen Studierenden in Kontakt bleibt und sie nach dem Studium direkt für das eigene Unternehmen gewinnt – so einfach wird das Nachwuchs-Recruiting nie wieder. 

Einsatzgebiete für studentische Aushilfen

Hilfe bieten unsere Studierenden derzeit vor allem da, wo Unternehmen auf ihr Stammpersonal verzichten müssen, da es durch fehlende Kinderbetreuung durch Schulen und Kitas zu Hause bleiben muss. Ebenso sind sie gefragt in Unternehmen, die trotz Krise stark gewachsen sind, oder Verstärkung für Projekte benötigen, aber keine vollen Stellen besetzen dürfen. Und die Student*innen sind weiterhin auf der Suche nach Jobs, um Miete, Studiengebühren und ihre Fixkosten zahlen zu können. Wöchentlich bewerben sich gerade über 7.500 Studierende auf die Studitemps Jobs – Tendenz steigend. Trotz Corona ist der Arbeitswille der Studierenden also ungebrochen.

Markus Wolf: Haben Sie konkrete Zahlen, in welchen Bereichen Sie einen Anstieg verzeichnen konnten? 

Eckhard Köhn: Um eine generelle Einschätzung zu geben – Von 2,9 Millionen Student*innen in Deutschland gehen ⅔ Drittel während ihres Studiums arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu tragen. Hier freuen wir uns natürlich als Partner unterstützen zu können und sowohl für unsere Student*innen, Absolvent*innen und Young Professionals als auch unsere Kundenunternehmen als fehlendes Bindeglied zu fungieren. Die Nachfrage nach studentischen Aushilfskräften lag im März 2020 um 78 % höher als im Jahr zuvor. 

Anzahl studentische Aushilfen im Jahresvergleich

 

Einsatzgebiete von studentischen Aushilfen

 

In Hinblick auf die Corona-Krise haben wir im März vergangenen Jahres allein 57.000 Stellen im Lebensmitteleinzelhandel sowie in der Logistik und Warenversorgung mit Studierenden besetzen können. 

Steigende Nachfrage nach studentischen Aushilfen

Markus Wolf: Wie genau sind Sie mit der steigenden Nachfrage umgegangen? 

Eckhard Köhn: Das Thema „Digitalisierung” ist omnipräsenter und doch erscheint es für einige Unternehmen noch sehr abstrakt, zumindest, wenn es um die eigene Umsetzung geht. Wir haben in den vergangenen Jahren bereits viel in die Digitalisierung unseres Service investiert und das hat sich letztes Jahr ausgezahlt. Die Herausforderungen, die 2020 auf uns zukamen, haben wir durch hohe Flexibilität und Tatendrang meistern können. Aber besonders unsere sehr gute digitale Infrastruktur hat uns dahingehend ein schnelles Handeln ermöglicht. Kurz zum Verständnis: Im Juni vergangenen Jahres haben wir eine neue App gelauncht, mit der sich Studierende selbstständig für passende Jobs eintragen können, ohne dass im Hintergrund noch manueller Aufwand betrieben werden muss. Unternehmensseitig entwickelten wir ein eigenes Portal, welches als Workforce Management fungiert. Das heißt: Innerhalb von zwei Minuten können Unternehmen eine ganze Monatsplanung anlegen. Die angelegten Schichten sind für die Studierenden in der App live sichtbar, so dass sie sich direkt einbuchen können. Das bietet beiden Seiten enorme Flexibilität. Der digitale Service ermöglicht, dass Studierende bei Bedarf jeden Tag mit einem Klick einen neuen Job ergattern können oder sich gleich für mehrere Monate bei einem Anbieter einbuchen. 

Sicherlich musste mit dem Anfang der Pandemie und der Verschiebung der Bedarfe von Gastro, Event- und Kulturszene zu hauptsächlich systemrelevanten Bereichen zunächst ein Umdenken stattfinden. Der Bedarf blieb aber ja gleich, er verschob sich nur und vervielfachte sich. Dies konnten wir glücklicherweise gut auffangen. 

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Ihr Rat an KMU – wie kann man dem Fachkräftemangel begegnen?

Markus Wolf: Welche Tipps können Sie Unternehmen geben, die aufgrund der Umstände von Fachkräftemangel betroffen sind?

Eckhard Köhn: Stichwort: Recruiting 4.0 – aktives Handeln ist beim Recruiting gefragt. Post & Pray, also die klassische Stellenausschreibung auf der Unternehmenswebsite, oder wenn es hoch kommt, auf den klassischen Stellenportalen zu schalten, ist zu wenig. Um als Arbeitgeber in den studentischen Fokus zu rücken, ist es notwendig, die damit einhergehende Lebenswelt zu betreten, sprich das World Wide Web als ihr Medium zur Ansprache und zum Employer Branding zu nutzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt: So früh wie möglich Kontaktpunkte mit Nachwuchstalenten zu schaffen. Viele Studenten*innen haben ein großes Interesse an Nebenjobs mit Fachbezug. Für Unternehmen ist das eine Chance, passende Fachkräfte frühzeitig zu binden und einem Fachkräftemangel vorzubeugen. Junge Talente können dadurch schon während des Studiums wertvolle Praxiserfahrung sammeln Arbeitgeber punkten doppelt: Sie holen sich mit Studierenden junge kreative Köpfe zunächst als Aushilfen oder Werkstudenten ins Team und binden sie direkt. Damit sparen sie sich die extrem kostspielige und zeitintensive Suche nach den heißbegehrten Talenten, sobald diese ihren Abschluss in der Tasche haben. Auch Betriebe, die Studierenden keinen Fachbezug bieten (können), dürfen hier aufmerksam bleiben – nicht selten rücken bei der Jobwahl inhaltliche Gesichtspunkte in den Hintergrund.

 

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Zur Person

Eckhard Köhn ist CEO bei Studitemps. Das Unternehmen hat sich auf die Überlassung und Vermittlung von Student*innen, Absolvent*innen und Young Professionals spezialisiert. Dabei ist Studitemps Deutschlands größter Workforce as a Service-Anbieter in diesem Bereich. Mit der Mischung aus persönlicher Betreuung, einer App für Studierende sowie einem gut ausgebauten Kundenportal bietet Studitemps Unternehmen und jungen Talenten größtmögliche Flexibilität, unkomplizierte Prozesse und hohe Reaktivität. Mit der Online-Studentenjobbörse Jobmensa verfügt das Unternehmen über einen hauseigenen Rekrutierungskanal. 

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