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Wertediskurs:
Woran Führungskräfte ihr Handeln in Zeiten des digitalen Wandels ausrichten

Im Zeitalter der Digitalisierung gewinnt der Wert „Mut“ bei mittelständischen Unternehmen an Bedeutung – das zeigen die Ergebnisse der Führungskräftebefragung 2017. Die Umfrage wird seit 2005 alljährlich von der Wertkommission erhoben. Seit 2005 misst die Institution regelmäßig den „Wertepuls“ von Führungskräften in Deutschland und fragt nach, an welchen Werten diese ihr Handeln ausrichten und welche Werte sie in Unternehmen einfordern.

Die Wertekommission ist eine Initiative für Führungskräfte in Deutschland, die es sich zum Ziel gesetzt hat, über alle Hierarchien hinweg ein Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Unternehmenswerte Mehrwert im Unternehmen schaffen. An der Befragung von 2017 haben 571 Führungskräfte aus Deutschland teilgenommen, davon rund 80 Prozent aus dem mittleren und oberen Management.

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Die individuellen Kernwerte der Wertekommission

Neben den sechs individuellen Kernwerten – Verantwortung, Vertrauen, Integrität, Respekt, Nachhaltigkeit und Mut –, welche die Wertekommission regelmäßig erhebt, wurden erneut persönliche Präferenzen in Bezug auf zentrale Unternehmenswerte erfasst. Ein weiterer Fokus in der diesjährigen Befragung lag auf den Herausforderungen des digitalen Wandels und der Frage, wie diese von Führungskräften der deutschen Wirtschaft wahrgenommen und eingeschätzt werden.

Mehr zu den Ergebnissen der Führungskräftebefragung der WERTEKOMMISION 2017

Wir haben nachgefragt:
Drei Fragen an ... Sven Korndörffer, Mitinitiator der Wertekommission

Frage 1: Herr Korndörffer, in Ihrem Hauptberuf arbeiten Sie in einer internationalen Bank und beschäftigen sich ehrenamtlich mit dem Thema „Werteorientierte Führung“ in Unternehmen. Wie kam es zu diesem Engagement?

Als wir die Wertekommission im Jahr 2005 ins Leben gerufen haben, gab es in Deutschland keine vergleichbare Initiative. Das Thema werteorientierte Unternehmensführung gehörte aber unserer Meinung nach dringend auf die Tagesordnung – insbesondere aufgrund einiger spektakulärer Verfehlungen in der damaligen Unternehmenswelt. Leider haben diese Verfehlungen, wie sie aktuell sehen, bis heute Bestand.

Die Wertekommission ist nach den nunmehr zwölf Jahren zu einer vernehmbaren Stimme in der dauerhaft bestehenden Wertedebatte geworden. Sie versteht sich als Teil einer verantwortungsvollen Bürgergesellschaft. Unser ehrenamtliches Engagement im Vorstand der Wertekommission sehen wir in diesem Sinne als Dienst am Gemeinwesen. Wir waren uns von Anfang an sicher – und wir sind es heute mehr denn je –, dass Werteorientierung in einer sozialen Markwirtschaft fest verankert sein muss. Denn nur mit einem soliden, von verbindlichen Regeln flankierten Wertesystem lassen sich wirtschaftliche, gesellschaftliche und individuelle Interessen wirklich ausbalancieren.

Deshalb treibt die Wertekommission seit 2005 einen intensiven und vor allem lebendigen Dialog mit Führungskräften der deutschen Wirtschaft, mit Wirtschaftsethikern, mit Politikern, Kirchenvertretern, Journalisten und Meinungsführern von Non-Profit-Organisationen voran. Wir wollen Bewusstsein dafür schaffen, dass nachhaltige Wertschöpfung in Unternehmen ohne Werteorientierung nicht möglich ist.

Frage 2: Sind Werte Ihrer Ansicht nach allgemeingültige Prinzipien oder unterliegen sie auch dem Zeitgeist? Stichwort Digitalisierung – worauf sollte der einzelne Mensch, worauf sollten Unternehmen besonders achten?

Bei unseren Werteforen zum Thema „Werte und Digitalisierung“ in 2017 hat sich gezeigt, dass die Digitalisierung eine starke Veränderung unseres Arbeitslebens bewirkt hat und auch weiterhin bewirken wird. Diese Veränderung wertebewusst zu gestalten, ist eine wesentliche Aufgabe unserer Gesellschaft. Hier muss die Wirtschaft vorbildhaft agieren, denn Digitalisierung heißt nicht, dass Unternehmen zur empathiefreien Zone mutieren dürfen. Vielmehr werden das Individuum und seine Einzelleistung gerade in einer weitreichend digitalisierten Welt von besonderer Bedeutung im Unternehmen sein.

Ich bin zudem davon überzeugt, dass die persönlichen Grundwerte der Menschen auch über den Zeitverlauf bestehen bleiben. Unsere seit zehn Jahren durchgeführte Führungskräftebefragung, die jedes Jahr den Wertepuls deutscher Manager misst, zeigt es auch im Jahr 2017 klar auf: Vertrauen und Verantwortung werden konstant als die wichtigsten Werte im Unternehmensalltag empfunden; auch im Zeitalter der Digitalisierung. Und ich bin mir sicher, dass dies auch in den kommenden Jahren Bestand haben wird.

Frage 3: Welche Person des öffentlichen Lebens hat für Sie wirklich Vorbildfunktion und warum?

Jeder im Unternehmensalltag ist mein Vorbild, der es schafft, sowohl in Zeiten von erfolgreichem Unternehmenswachstum als auch in schwierigen Zeiten z.B. in Phasen des Turnarounds und der Restrukturierung gleichermaßen seinem persönlichen Wertekanon gerecht zu werden. Und dies hierarchieunabhängig. Und jeder muss auch jeden Tag immer wieder auf ein Neues beweisen, dass er seinem eigenen Anspruch gerecht wird.

Zur Person:

Sven Korndörffer bekleidet seit 2016 die Position des Group Managing Directors Corporate Communications & Corporate Secretariat der Aareal Bank in Wiesbaden. In dieser Funktion verantwortet und koordiniert er alle Kommunikationsaktivitäten (Externe und Interne Kommunikation, Marketing und Politische Kommunikation) der Gruppe sowie den Vorstandsstab des Wiesbadener MDax-Unternehmens. Der Volkswirt wechselte 2007 von der Nord LB zur Aareal Bank. Ehrenamtlich bekleidet er seit zwölf Jahren das Amt des Vorsitzenden des Vorstandes – Initiative Werte Bewusste Führung e.V.

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