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Die Lösung: unsere Einkaufsfinanzierung quickpaid!

Ein Interview mit Thorsten Klindworth und Dr. Daniel Bartsch zum Thema FinTechs und dem digitalen Wandel im deutschen Mittelstand

Der digitale Wandel ist schon längst im deutschen Mittelstand angekommen. Innovation, Disruption und Transformation sind Schlagworte, die uns immer und überall begegnen.
Doch was bedeuten sie konkret für das einzelne Unternehmen?
In der Regel zunächst einmal Kapitalbedarf, denn neue Wege zu beschreiten erfordert Investitionen in Technologie, Prozesse und Personal. Um diesen Kapitalbedarf der Unternehmen zu decken, bringt der Finanzierungsmarkt zunehmend neue Konzepte und Lösungen auf den Markt, die den klassischen Bankkredit ergänzen bzw. ersetzen. Und auch bei den Finanzierungslösungen hat die digitale Transformation Einzug gehalten: FinTechs erobern den Markt.
Doch was verbirgt sich dahinter? Zunächst ist es eine Abkürzung für „Financial Technologies“ und subsumiert die Evolution des Finanzwesens angetrieben von modernen Technologien. Die Effekte dieser Entwicklung betreffen sowohl das private Finanzmanagement als auch hochkomplexe gewerbliche Anwendungsfelder.

Um zu verstehen, wie sich die aktuellen Entwicklungen auf den steigenden Finanzierungsbedarf mittelständischer Unternehmen in Deutschland auswirken, haben wir uns mit 2 Experten zum Thema Mittelstandsfinanzierung getroffen. Beide beobachten das Marktumfeld seit vielen Jahren und kennen Trends und Flops.

 

Zu den Interview-Partnern

Dr. Daniel Bartsch ist Gründungspartner und Vorstand bei creditshelf. creditshelf gestaltet auf creditshelf.com seit Jahren Finanzierungen für den Mittelstand – einfach, schnell, innovativ. Denn die Kreditentscheidungen erfolgen auf Basis einer von creditshelf selbst entwickelten technologiegestützten Analyse. Das creditshelf-Team besteht aus erfahrenen Experten, die über jahrelange Erfahrungen in der Finanzierung mittelständischer Unternehmen verfügen. Der Pionier der digitalen Mittelstandsfinanzierung in Deutschland wurde 2014 gegründet und ist seit 2018 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Thorsten Klindworth ist Gründer und Vorstandsvorsitzender der A.B.S. Global Factoring AG aus Wiesbaden, einem inhabergeführten Finanzdienstleister, der seit 25 Jahren am Markt aktiv ist.
Das Unternehmen bietet seinen Kunden aus Produktion, Handel und Dienstleistung klassisches Full Service Factoring an, also einen ganzheitlichen Service, der weit über die reine Finanzierungsfunktion hinausgeht. Seit etwa einem Jahr ist die A.B.S. zusätzlich mit quickpaid auf dem Markt, einer Online-Plattform zur Einkaufsfinanzierung, mit der Unternehmen, Handwerksbetriebe, Selbständige oder Einzelhändler ihren Einkauf an Waren und Dienstleistungen schnell, unkompliziert und digital finanzieren können.

Betrachten wir die konjunkturelle Situation in Deutschland. Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen für kleine und mittelständische Unternehmen, um sich zukunftsfähig aufzustellen?

Dr. Daniel Bartsch: Für viele mittelständische Betriebe gestaltet es sich in bestimmten Situationen oft schwierig, einen Bankkredit zu bekommen – insbesondere dann, wenn es schnell gehen muss und die bestehenden Kreditlinien bereits ausgereizt sind. Wochenlanges Verhandeln, um dann doch eine Absage zu erhalten, ist dabei der große Nachteil. Vor diesem Hintergrund stellen FinTechs eine sinnvolle Ergänzung zu den herkömmlichen Finanzierungshäusern dar. Durch die langjährige Erfahrung des creditshelf-Teams im Finanzbereich sind uns die Engpässe in der Kreditversorgung kleinerer und mittlerer Unternehmen bewusst. In diesem Sektor halten sich die Banken aus bereits angesprochenen Gründen des Risikoappetits und Kosteneffizienz spürbar zurück. Mit unserem Angebot leisten wir einen wichtigen Beitrag, diese Lücke im Kreditsystem zu schließen und betroffene Unternehmen aus dem Mittelstand sowie dem Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.

Thorsten Klindworth: Wichtig ist eine solide und nachhaltige Planung oder zumindest eine Vision darüber, was das Unternehmen in den nächsten Jahren erreichen möchte. Nur wenn es einen klaren Plan, eine klare Vorstellung zu den Zielen gibt, kann man letztlich auch erfolgreich sein. Zur Planung gehört auch, dass man darüber nachdenkt, welche Mittel man benötigt, um die Ziele zu erreichen, also: wie viel und welches Personal wird benötigt, welche Investitionsentscheidungen sind zu treffen, welche Märkte sollen wie adressiert werden usw. Daraus folgt dann auch der Kapitalbedarf. Dieser sollte so geplant werden, dass das Unternehmen solide durchfinanziert ist, auch wenn es einmal nicht gleich so läuft, wie man sich das vorstellt.

Banken, traditionelle Finanzdienstleister, FinTechs – manchem Verbraucher fällt da die Orientierung schwer. Schließlich geht es um nicht weniger als eine stabile Absicherung des Geschäfts. Worauf sollte ein Unternehmen bei der Auswahl seines Finanzierungspartners achten?

Dr. Daniel Bartsch: Für viele, vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, wird es zunehmend schwierig, den steigenden Finanzierungsbedarf zu decken. Aufgrund der schärfer gewordenen Eigenkapitalanforderungen an Kreditinstitute, konzentrieren sich viele davon nur noch auf große bis sehr große Unternehmen. Bei kleineren Volumina wird das Angebot geringer. Welche Angebote haben Sie denn konkret für den Mittelständler im Bereich von 1–100 Mio. Euro Jahresumsatz im Gepäck?

Thorsten Klindworth: Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass man einen Finanzierungspartner auswählt, der zu einem passt und dessen Produkt zu dem passt, was man finanzieren möchte. Leider werden viele Entscheidungen allzu schnell und nicht passgenau getroffen, teilweise schlägt man beim billigsten Angebot zu, ohne sich darüber Gedanken zu machen, dass dieses Angebot eigentlich nicht zum Unternehmen oder zum Finanzierungszweck passt. Das kann einen hinterher teuer zu stehen kommen. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen zählen zudem Schnelligkeit und Flexibilität des Finanzierungspartners – diese Unternehmen können es sich nicht leisten, wochen- oder gar monatelang auf eine Kreditentscheidung zu warten. Und zu guter Letzt – Nachhaltigkeit und Solidität sind bei der Finanzierungsentscheidung wichtiger als vielleicht in vielen anderen Unternehmensbereichen. Der Partner und sein Produkt sollten stabil und verlässlich sein – wer möchte schon bei einer Finanzierung von heute auf morgen mit leeren Händen dastehen?!

Sie stehen beide für den Begriff FinTech und betreiben Online-Finanzierungs-plattformen – sicherlich nicht ohne Grund. Was wissen Ihre Kunden an diesem Angebot am meisten zu schätzen und wo sehen Sie die größten Hebel für die Kunden?

Dr. Daniel Bartsch: Unser Angebot ist für Mittelständler attraktiv, weil wir gezielt und über das klassische Angebot der Banken hinaus den Finanzierungsmix der Mittelständler erweitern. Unsere KMU Kunden haben gesunde Bankbeziehungen, allerdings wollen oder können Banken oftmals aus Kosten- oder Zeitgründen oder aufgrund des Risikoappetits keine zusätzlichen Kredite vergeben. Dann kommen wir ins Spiel. Im Gegensatz zu den typischerweise besicherten Krediten der Hausbank, sind unsere Kredite in der Regel dinglich unbesichert und bedienen eine Risikoklasse im Ratingbereich zwischen BB und BBB. Eine ideale Ergänzung also, auch zu teureren alternativen Finanzierungslösungen wie dem Lieferantenkredit. Unser Kreditvergabeprozess ist im Wesentlichen digital, wodurch wir unsere Prozesse – inklusive unserer Risikoanalyse – schneller, tief greifender und kosteneffizienter gestalten können.

Wir bieten eine innovative Kreditlösung, indem wir digitale und gleichzeitig persönliche Prozesse abbilden. Schnelle und transparente Entscheidungen schätzen unsere Kunden ebenso sehr wie unsere Netzwerkarbeit und Partnerschaften, die einen Mehrwert für Kreditnehmer, Investoren und auch Mittler bieten.

Thorsten Klindworth: Dem kann ich nur zustimmen! Auch wir bieten mit quickpaid eine Erweiterung des Finanzierungsmixes der Mittelständler an – und dies schnell, flexibel und kosteneffizient. Es geht nicht darum, die klassische Hausbankbeziehung oder die vorhandene Unternehmensfinanzierung infrage zu stellen, es geht vielmehr darum, dem Mittelständler ein einfaches Produkt an die Hand zu geben, mit dem er Liquiditätsspitzen abfangen kann, z. B. im Saisongeschäft oder bei besonderen Opportunitäten im Einkauf, wo es auf Schnelligkeit ankommt. Zudem ist Cash immer auch King – oftmals sind unsere Kunden zudem in der Lage, mit der Nutzung von Skonto im Einkauf die Kosten, die für quickpaid entstehen, mehr als nur wettzumachen.

 

Es steht außer Frage, dass wir alle digitaler werden müssen, um wettbewerbsfähig agieren zu können. Geschwindigkeit ist bei vielen Prozessen ein Schlüsselfaktor. Maschinelles Lernen unterstützt den Menschen. Gibt es auch Gefahren oder Grenzen, die man im Blick behalten sollte?

Dr. Daniel Bartsch: Meiner Meinung nach ist der deutsche Mittelstand in Sachen Digitalisierung schon um einiges weiter als die Finanzbranche. Besonders weil Industrie 4.0 schon relativ lange ein Thema in der mittelständischen Unternehmenskultur ist und sich diese somit schon eine Weile mit der Thematik beschäftigen mussten. Die meisten KMU haben einen guten digitalen Datenbestand auf ihrer Produktionsseite. Wo es allerdings noch Aufholbedarf gibt, ist im Finanzierungsbereich. Hier findet vieles tatsächlich noch analog statt, wie z. B. der klassische Gang zur Hausbank, um einen Kredit zu beantragen. Wir sind aber überzeugt, dass auch der Finanzsektor immer digitaler wird und sich in der Hinsicht in den nächsten Jahren einiges beschleunigen wird. Diesen Trend wollen wir mitbestimmen.

Wir haben eine klare Botschaft an alle, die der Meinung sind, dass es sich bei „Digitalisierung“ nur um einen Hype oder inflationär gebrauchten Begriff handelt: Werden Sie aktiv!

Dieser Trend wird anhalten und erfasst zwangsläufig alle Unternehmen. Die Frage, ob man sich mit dem Thema überhaupt beschäftigen soll, stellt sich demnach für uns gar nicht erst.

Unser Tipp: Betrachten Sie die Digitalisierung nicht als lästiges Übel, welches Sie als Unternehmer neben dem ohnehin schon zeitaufwendigen Tagesgeschäft auf Trab hält. Schreiten Sie stattdessen mit gesundem Optimismus zur Tat und nehmen Sie die Herausforderung an. Es lohnt sich, denn Digitalisierung bietet die Gelegenheit, Altlasten abzuwerfen und einen enormen Mehrwert für die Geschäftsprozesse zu erreichen – positive Auswirkungen auf die Kundenbeziehung, Effizienz und Produktivität im Unternehmen, IT-Sicherheit sowie Datenschutz mit eingeschlossen.

Thorsten Klindworth: Besser kann man es nicht ausdrücken. Wer die Digitalisierung nicht aktiv mitbetreibt, wird schon in ein paar Jahren keine Daseinsberechtigung mehr haben. Digitalisierung ist in erster Linie eine große Chance! Aber um Ihre Frage zu beantworten – ja natürlich gibt es wie immer im Leben auch Gefahren. Gerade in der Finanzbranche sollte man nicht den Fehler begehen, Digitalisierung als Entschuldigung dafür zu nutzen, die Erfahrungen und das Know-how der Menschen, die dieses Geschäft zum Teil schon über viele Jahre hinweg betreiben, einfach auszublenden. Die blinde Gläubigkeit in die Maschine oder in die Technologie wäre falsch! Technologie, also auch die Digitalisierung, ist immer nur so gut wie die Menschen, die sie gemacht haben. Gerade in der Finanzbranche kommt es sehr stark auf Erfahrungen und Risikobewusstsein an. Das wurde oftmals bisher einfach negiert, darum sind auch viele junge FinTechs schon gescheitert. Daher glauben wir an eine neue Generation von FinTechs, sozusagen FinTech 2.0., nämlich an die Kombination von Know-how und Erfahrung mit der Technologie. quickpaid ist genau aus dieser Symbiose heraus entstanden.

Und zum Schluss noch ein kleines Rollenspiel für Sie, in das Sie sich sicherlich gut hineinversetzen können:
Sie haben mit einer neuen Geschäftsidee ein Start-up gegründet, es läuft ganz gut, Sie haben 6 Mitarbeiter und machen schon über eine Million Euro Umsatz. Doch um wirklich in die Profitabilität vorzustoßen oder auch um Ihre Geldgeber zufriedenzustellen, müssen Sie spürbar wachsen. Dazu brauchen Sie Kapital für Investitionen, Marketing und Personalaufbau. Wie gehen Sie vor?

Dr. Daniel Bartsch: Es gibt ja immer viele Wege nach Rom. Kollege Klindworth hat ja mit seinem Unternehmen quickpaid eine kurzfristige Finanzierungsform für kleine und mittelständische Unternehmen geschaffen. Aber auch für Handwerksbetriebe, Einzelhändler, Selbständige, Freelancer, Apotheken und Ärzte. Da würde ich mich dann registrieren und immer genau dann, wenn ich eine Finanzierung benötige, die Rechnungen hochladen. Das jeweilige Zahlungsziel kann ich dann ganz individuell verlängern und Rückzahlungen von 60, 90 oder 120 Tagen auswählen. Das ist wirklich eine gute Finanzierungsform.
Wenn ich es dann geschafft habe und 2,5 Millionen Umsatz mache, gehe ich natürlich zu creditshelf.

Thorsten Klindworth: Vielen Dank für die freundliche Empfehlung! Und genau so würde ich es auch machen! Aber im Ernst – es ist in der Tat so, dass man sich ab einer gewissen Größenordnung weiter professionalisieren muss. Wenn die Herausforderungen komplexer werden, sollte man im Zweifel den Profi fragen. Der Marktüberblick ist in der heutigen Zeit wichtig und kann mit den digitalen Methoden effizient erreicht werden. Also gerade für Start-up-Unternehmer, die es gewohnt sind, schnell und unkompliziert zu handeln sowie Entscheidungen umzusetzen, sind digitale Ansätze gut geeignet.

 

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